Forschungsprojekte

"PodQuaS  der Podcast zur Qualitativen Sozialforschung"

Das Projekt PodQuaS ist an die Übung zur Einführung in die Qualitative Sozialforschung gekoppelt und richtet sich an alle Masterstudierenden im 1. Semester des Master of Arts in Erziehungswissenschaft. Im Projekt produzieren die Masterstudierenden kurze Podcastepisoden zu Grundfragen der Qualitativen Sozialforschung. Hierzu entwerfen die Studierenden ein ca. 3-seitiges Skript, das die praktische Relevanz der Frage sowie ihre Erläuterung an einem konkreten Untersuchungsphänomen einschließt. Peer- und Dozierendenfeedback begleiten diesen Prozess. Die technische Unterstützung der Studierenden erfolgt in Kooperation mit dem Digitalisierungsbeauftragten der PSE Matthias Kostrzewa (Studio 958) und IT-Services. Zum Abschluss der Übung wird gemeinsam über die aufbereiteten Inhalte in den selbst entwickelten Podcastfolgen diskutiert. In die Veranstaltung werden zudem bereits existierende Podcasts zur Qualitativen Sozialforschung zur Vermittlung von Grundwissen integriert. Das Projekt verbindet die Förderung von Medien-, Präsentations- und Forschungskompetenz.

Fördergeber: Das Projekt gehört zu den Gewinnerprojekten des 5x5000-Wettbewerbs an der RUB. Der Wettbewerb wird durch Qualitätsverbesserungsmittel finanziert.

Projektteam: Olga Neuberger, Ariyan Arslan, Anna-Lena Krüßmann

 


"Qapito! - Quellen sicher erschließen."

Ob Recherchen im Netz, Kommunikation über Messengerdienste oder die Lösung von Hausaufgaben mit Unterstützung von Erklärvideos auf YouTube – für Kinder und Jugendliche gehört das Internet zu ihrem selbstverständlichen Alltag. Der vergleichsweise geringe Aufwand, im Internet Öffentlichkeit herzustellen, geht jedoch auf Kosten der Glaubwürdigkeit: Institutionen und Individuen posten im Internet nicht nur akkurate Sachinformationen, sondern verbreiten auch schlecht recherchierte Behauptungen, Werbebotschaften oder politisch gefärbte Weltanschauungen. Um aus dem reichhaltigen Informationsangebot gezielt seriöse Informationen auszuwählen, benötigen Heranwachsende Kompetenzen zur Quellenbewertung. Sie müssen rekonstruieren, von wem, wann und mit welcher Intention eine Information veröffentlicht wurde, um nicht auf Werbebotschaften, Verschwörungsideologien oder schlichtweg veraltete Informationen hereinzufallen.

Das Projekt fördert Quellenbewertungskompetenz von Jugendlichen in zwei Weisen: Zunächst entwickeln und erproben wir in Zusammenarbeit mit dem Institut für Journalistik der TU Dortmund modulare Workshop-Konzepte. Diese zielen darauf ab, die Teilnehmenden mit dem mehrdimensionalen Konzept „Fake News“ sowie mit Möglichkeiten zur Identifizierung dieser Phänomene vertraut zu machen. Basierend auf modularen Elementen werden wir die Workshops an die individuellen Bedürfnisse der teilnehmenden Gruppen anpassen können. Nach Abschluss unserer Workshops sollen die Teilnehmenden in der Lage sein, Quellen selbständig und systematisch auf ihre Glaubwürdigkeit hin zu beurteilen und den Wahrheitsgehalt einer Aussage zu überprüfen.

In einer zweiten Säule beraten wir wissenschaftlich die Entwicklung eines Serious Games mit einer ähnlichen Agenda. Von Jugendlichen wird erwartet, dass sie in einem app- und webbasierten Spiel mehrere Stufen durchlaufen, indem sie Fakten von Fälschungen unterscheiden. Die Fälle basieren auf evidenzbasierten Szenarien und die Wirkung dieses Gamifikation-Elements auf die Erkennung von „gefälschten Nachrichten“ wird evaluiert werden.

Am Ende des Projekts werden die modularen Workshop-Elemente als offene Bildungsressourcen (OER) veröffentlicht und weit verbreitet, so dass sie in einen regulären Schullehrplan integriert werden können. Damit tragen wir mit diesem Projekt zur Widerstandsfähigkeit gegenüber gezielten Desinformationskampagnen, verdeckten Werbebotschaften und Verschwörungsideologien bei.

Fördergeber: Deutsche Telekom Stiftung

Projektleitung: Prof. Dr. Marc Stadtler, Prof. Dr. Sandra Aßmann

Projektteam RUB: Philipp Marten, Katharina Bauer, Carolin Daniel, Kira Lewandowski, Jane Jürgens

Kooperationspartner: Prof. Dipl.-Chem. Holger Wormer (TU Dortmund), Waza Games

Zeitraum: 10/2020-03/2022


"NoLdE: Non-formales Lernen durch selbstbestimmtes und angeleitetes Experimentieren"

Dieses Promotionsprojekt wird im Rahmen des Promotionskollegs „Metakognitives Monitoring in authentischen Lehr-/Lernkontexten im Schülerlabor (MeMo-akS)“ (Sprecher: Prof. Dr. Julian Roelle) der Professional School of Education (PSE) durchgeführt. In dem Projekt wird untersucht, ob sich bei Schüler*innen der achten Jahrgangsstufe zentrale Schritte metakognitiver Aktivitäten, wie beispielsweise Planung und Monitoring, während des Experimentierens an einem non-formalen Lernort, dem Alfried-Krupp-Schülerlabor der Ruhr-Universität Bochum, zeigen. Zudem wird die Authentizitätswahrnehmung der Jugendlichen erfasst. Das physikalische Phänomen, auf dem die Experimente basieren, entstammt dem Bereich der Optik. Für die Erhebung sind zwei aufeinander aufbauende Studien geplant. Das Projekt ist als Mixed-Methods-Projekt angelegt.

Fördergeber: Professional School of Education

Projektteam: Sarah Hohrath, Prof. Dr. Sandra Aßmann, Prof. Dr. Heiko Krabbe (Didaktik der Physik), Dr. Maria Opfermann (Bergische Universität Wuppertal)

Ansprechpartnerin: Sarah Hohrath (sarah.hohrath[at]rub.de)

Anvisierter Zeitraum: 06/2020 - 05/2023

weitere Informationen

Zum Schülerlaborprojekt

Zum Promotionskolleg MeMo-akS


"ViRaGe Virtuelle Realitäten als Geschichtserfahrung"

Gedenkstätten und Museen vermitteln Geschichte zunehmend über digitale Medien. Anwendungen der Virtuellen Realität (VR) haben hierbei einen besonderen Reiz, da sie Vergangenes eindringlicher erlebbar und erfahrbar machen als dies beispielsweise bei Vorträgen im Klassenraum möglich ist. Das Eintauchen in virtuelle Welten birgt aber auch die Gefahr, dass Lernende mit dem Erlebnis allein gelassen werden und die Darstellungen unreflektiert als Abbild der Vergangenheit übernehmen. Insbesondere bei emotional aufwühlenden Themen ist bislang unbekannt, wie Personen reflektieren, was sie in virtuellen Umgebungen gesehen, gehört und erlebt haben.

Hier setzt das Verbundprojekt an und kombiniert geschichtsdidaktische, erziehungswissenschaftliche sowie sozial- und medienpsychologische Expertise, um dem Phänomen des Aufwachens aus virtuellen Welten und der anschließenden Kommunikation über das Erlebte auf die Spur zu kommen. Die Forschenden der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen untersuchen gemeinsam mit dem Software-Entwickler ATINO die Erfahrungen von Jugendlichen und Erwachsenen mit geschichtsbezogenen VR-Anwendungen. Dabei beleuchten sie (mittels einer eigens entwickelten App) insbesondere die digital unterstützte Reflexion von Lerninhalten, nachdem die Lernenden die virtuelle Umgebung verlassen haben. Außerdem nehmen sie emotionale Belastung und das Verständnis der geschichtlichen Situation in den Blick.

Die Forschenden kooperieren eng mit zwei Gedenkstätten, die bereits VR-Anwendungen einsetzen, um die Ergebnisse der Arbeit mit VR-Anwendungen im Schülerlabor und in Gedenkstätten zu vergleichen.

Die Ergebnisse des Forschungsprojekts werden dazu beitragen, Bildungsprozesse in der virtuellen Realität besser zu verstehen und die Bildungsarbeit an außerschulischen Lernorten wie Museen und Gedenkstätten didaktisch weiter zu entwickeln. Zudem geben die Forschenden Hinweise, wie Software ausgestaltet sein muss, die VR-Erlebnisse angemessen begleiten kann. Die Ergebnisse fließen außerdem in die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften ein.

Fördergeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), BMBF-Förderlinie "Gestaltung von Bildungsprozessen unter den Bedingungen des digitalen Wandels"

Projektleitung: Prof. Dr. Sandra Aßmann (Verbundkoordination), Prof. Dr. Nikol Rummel, Jun.-Prof. Christian Bunnenberg, Prof. Dr. Nicole Krämer (Universität Duisburg-Essen)

Projektteam: Olga Neuberger, Inga Lotta Limpinsel, Leonie Jürgens, Anna-Lena Krüßmann, Prof. Dr. Sandra Aßmann

Kooperationspartner: ATINO GmbH, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, blickwinkel tour (Nürnberg), Film + Schule NRW

Zeitraum: 05/2020 - 04/2023

weitere Informationen: https://www.virage.ruhr-uni-bochum.de/virage/index.html.de


"DiAL:OGe  Digitalisierung in der Ausbildung von Lehramtsstudierenden: Orientierung und Gestaltung ermöglichen"

Das Forschungsprojekt "DiAL:OGe" – Digitalisierung in der Ausbildung von Lehramtsstudierenden: Orientierung und Gestaltung ermöglichen" ist an der PSE der Ruhr-Universität angesiedelt und verfolgt das Ziel, Digitalisierungsprozesse in der hochschulischen Ausbildung von Lehrpersonen zu stärken und nachhaltig zu verankern. In fünf "Dialogräumen" werden in Kooperation von Fachdidaktiker*innen und Bildungswissenschaftler*innen zentrale Herausforderungen der Digitalisierung (die Änderung von Curricula, der Einsatz von Erklärvideos, das Potenzial von Virtual Reality, Fragen von Demokratisierung und Digital Literacy) erforscht. Der Wissenschafts-Praxis-Transfer erfolgt mittels verschiedener Formate im "Innovation Field Lab".

Fördergeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung"

Projektleitung: Prof. Dr. Gabriele Bellenberg (Direktorin der PSE), Prof. Dr. Sandra Aßmann

Kooperationspartner: Professional School of Education (PSE)

Zeitraum: 03/2020 - 12/2023

weitere Informationen: http://www.pse.rub.de/dialoge/index.php

Ansprechpartner / Sekretariat

Claudia Setterich

Tel: 0234 / 32- 28565

Mail: sro-ife@rub.de
Web: https://ife.rub.de/sro

Raum: GA 1/33