Hinweise zu Studienverläufen 

Für einen gelingenden Verlauf des Studiums in Bildungswissenschaften ist eine sinnvolle Verteilung der Studien- und Prüfungsleistungen von entscheidender Bedeutung. In diesem Zusammenhang ist der zeitliche Rahmen für die Erbringung der Studien- und Prüfungsleistungen zu beachten, welcher v.a. durch das Praxissemester beeinflusst wird. Berücksichtigt man, dass das Praxissemester in der Regel im zweiten oder dritten M. Ed.-Semester absolviert und durch Veranstaltungen in den beiden Unterrichtsfächern und Biwi begleitet wird und das vierte M. Ed.-Semester überwiegend für die Anfertigung der beiden Studienprojekte und die Masterarbeit reserviert werden muss, so ergeben sich für die Bildungswissenschaften folgende mögliche Studienverlaufspläne.

 

Studienverläufe mit Masterarbeit in einem der beiden Unterrichtsfächer

Wie erwähnt, kann die Masterarbeit sowohl in einem der beiden Unterrichtsfächer als auch in den Bildungswissenschaften verfasst werden. In der Regel wird die Masterarbeit in einem der beiden Fächer geschrieben, da in Bildungswissenschaften, je nach individueller Voraussetzung der/des Studierenden, ggf. zusätzliche Leistungen zu erbringen sind.

Im Folgenden stellen wir einen Studienverlaufsplan eines Studierenden vor, der seine Masterarbeit in einem seiner Unterrichtsfächer verfasst.

Beispiel 1:

Wie dieser exemplarische Studienverlaufsplan zeigt, empfehlen wir, Modul KM1 bereits nach dem ersten M. Ed.-Semester abzuschließen, d.h. die Vorlesung (T1), beide Oberseminare (T2 und T3) sowie die Modulprüfung (Hausarbeit) im ersten M. Ed.-Semester zu absolvieren. Für das zweite M. Ed.-Semester sieht dieser Verlaufsplan vor, in KM2 beide Vorlesungen in T1 und T2, die Modulprüfung (Klausur) sowie T3 als Vorbereitung zum Praxissemester zu belegen. Bitte achten Sie darauf, dass das Vorbereitungsseminar zwingend vor dem Praxissemester belegt werden muss. Im zweiten oder dritten M. Ed.-Semester ist in der Regel das Praxissemester verortet, das durch eine Übung in KM2T4 begleitet wird. Im vierten M. Ed.-Semester müssten Sie nach diesem Verlaufsbeispiel das Wahlpflichtmodul in WM1, WM2 oder WM3 in Form von einer Vorlesung und einem Oberseminar belegen und dieses mit der Modulprüfung abschließen.

Die Terminierung der Klausur(en) in den Modulen KM2 und WM1 bzw. WM2 wird durch die jeweiligen Arbeitsbereiche in Absprache mit dem Prüfungsamt vorgenommen. Bitte achten Sie bei Ihren Planungen deshalb auch auf Hinweise auf den Internetseiten des Instituts (https://ife.rub.de/), des Prüfungsamts M. Ed. (https://ife.rub.de/pa-med) sowie auf Rundmails von Fachberater/innen und Prüfungsamt.

Beispiel 2:

Sofern Sie sich das 4. M.Ed.-Semester bspw. für eine aufwändigere empirische Masterarbeit (in einem Ihrer Fächer), einen Auslandsaufenthalt oder Ähnliches freihalten möchten, lässt sich das Studienprogramm auch auf die ersten beiden M.Ed.-Semester konzentrieren.

Wie in Beispiel 1 sieht auch dieser Verlaufsplan den Abschluss von KM1 im ersten M. Ed.-Semester vor. Zusätzlich hierzu wäre die Vorlesung im Wahlpflichtmodul zu belegen. Für das zweite M. Ed.-Semester ist vorgesehen, in KM2 beide Vorlesungen in T1 und T2, die Modulprüfung (Klausur) sowie T3 als Vorbereitung zum Praxissemester zu belegen. Außerdem wäre hier das Oberseminar im Wahlpflichtmodul zu belegen und das Modul mit der Modulprüfung abzuschließen. Bitte achten Sie darauf, dass das Vorbereitungsseminar zwingend vor dem Praxissemester belegt werden muss. Im zweiten oder dritten M. Ed.-Semester ist in der Regel das Praxissemester verortet, das durch eine Übung in KM2T4 begleitet wird. Der Vorteil gegenüber dem Verlauf in Beispiel 1 liegt darin, dass im vierten M. Ed.-Semester keine Veranstaltung mehr in den Bildungswissenschaften belegt werden muss, wodurch mehr Zeit für die Masterarbeit bleibt.

Studienverlauf mit Masterarbeit in Bildungswissenschaften

Sie haben grundsätzlich die Möglichkeit, Ihre Masterarbeit auch in Bildungswissenschaften zu verfassen. Studierende, die nicht das Unterrichtsfach Pädagogik studieren und dennoch ihre Masterarbeit dort absolvieren möchten, sollten bei ihrer Studienverlaufsplanung berücksichtigen, dass von ihnen gegebenenfalls zusätzliche Studienleistungen zur Sicherung der inhaltlichen und methodischen Grundlagen für die Masterarbeit zu erbringen sind. Ob Zusatzleistungen erbracht werden müssen, legt die Erstbetreuerin bzw. der Erstbetreuer fest. Zusatzleistungen dürfen einen Umfang von 8-12 CP (z.B. zwei Hauptseminare, ein Hauptseminar und eine Hausarbeit o.ä.) nicht überschreiten. Damit evtl. Zusatzleistungen als Voraussetzung der Masterarbeit nicht zu einer Überschreitung der Regelstudienzeit führen, ist eine Entscheidung für oder gegen eine Masterarbeit in Bildungswissenschaften bereits nach dem ersten, spätestens aber nach dem zweiten M. Ed.-Semester inklusive einer entsprechenden Kontaktaufnahme mit dem/der Themensteller/in der Arbeit empfehlenswert.

Im Folgenden stellen wir einen Studienverlaufsplan einer Studierenden vor, die ihre Masterarbeit in den Bildungswissenschaften anfertigt.

In diesem Fall müssen neben dem in Beispiel 2 dargestellten Workload gegebenenfalls Zusatzleistungen im Umfang von max. 12 CP zur Sicherung der fachwissenschaftlichen Voraussetzungen für die Masterarbeit erbracht werden, wodurch sich der Stundenplan verdichtet. So müssten beispielsweise bei einer geplanten empirischen Masterarbeit während des Praxissemesters zusätzlich zum regulären Programm z.B. Vorlesungen oder Oberseminare zu den Methoden empirischer Sozialforschung belegt werden.