Forschung

Laufende Forschung

Schulische und außerschulische Sozialisationsprozesse in einer digitalisierten Welt

Ein Forschungsschwerpunkt bilden die gesellschaftlichen Herausforderungen der Digitalisierung und eines medienkulturellen Wandels. Erforscht werden die Integration digitaler Medien im Bildungsbereich und die damit verbundenen Transformationsprozesse schulischer Kommunikationsbeziehungen (z.B. für Lehren und Lernen, pädagogische Generationsbeziehungen usw.). Forschungslogisch werden dabei neue Ansätze qualitativer Forschung zu entwickeln sein. Aktuell wird ein Anforschungsprojekt „Vernetzt, digitalisiert und virtualisiert – Schule und Unterricht von morgen erforschen, reflektieren und gestalten" durchgeführt. Darauf anschließend ist ein weiteres Projekt „Zur sozialen Praxis digitalisierten Lernens. Rekonstruktionen schulischer Interaktionsstrukturen und Handlungspraktiken im mediatisierten Sozialisationsprozess“ geplant. Mit der Analyse schulischer Sozialisation im Kontext der Digitalisierung werden zugleich aus bildungssoziologischer Perspektive Fragen zum Wandel von Schule virulent.

 

Mikroprozesse sozialer Ungleichheit in Bildungsverläufen

Im Fokus stehen die bislang wenig betrachteten Bildungsungleichheiten in „erwartungswidrigen“ Bildungsverläufen im Kontext von Familie, Schule und Beruf. Von Interesse ist dabei, wie Übergänge im Bildungssystem vor dem Hintergrund institutioneller, familialer, adoleszenter und biographischer Dynamiken bewältigt werden. In einem  qualitativen Längsschnitt werden aufsteigende Bildungsverläufe von Jugendlichen vom Ende der Sekundarstufe I (ca. 16 Jahre) bis zur Einmündung und Etablierung im Beruf (ca. 26 Jahre) fortführend untersucht und sekundäre soziale Ungleichheiten der Bildungsteilhabe herausgearbeitet.

 

Zum Wandel des Bildungssystems aus subjekttheoretischer Perspektive 

Unser Bildungssystem hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Während Daten und Analysen zu diesem Transformationsprozess auf der Ebene der Organisation vorliegen, wissen wir recht wenig darüber, wie die Akteure diesen Wandel deuten und wie er in ihrer Berufsbiographie zum Ausdruck kommt. Ausgangspunkt eines Projekts ist die Beobachtung, dass besonders die beruflichen Anforderungen pädagogischer Leitungskräfte im Zuge neuer Steuerungselemente gestiegen sind und zugleich bspw. Schulleiterinnen- und Schulleiterstellen in den letzten Jahren, besonders an Grund- und Hauptschulen, nicht besetzt werden können. In der Rekonstruktion der beruflichen Sozialisation von Schulleiterinnen und Schulleitern sollen Schlussfolgerungen zur Entwicklung des Bildungssystems und zum Problem der Rekrutierung pädagogischer Führungskräfte gezogen werden.

 

Bochumer Forschungswerkstatt Qualitative Bildungsforschung (zusammen mit Sandra Aßmann und Fabian Diedrich)

Die Forschungswerkstatt hat die methodologische und methodische Weiterentwicklung qualitativer Sozial- und Bildungsforschung zum Ziel und richtet sich an hochschulinterne und -externe Kolleginnen und Kollegen sowie Studierende. Zum einen bietet sie die Möglichkeit, konzeptionelle und methodische Ansätze von Qualifikationsarbeiten (Masterarbeiten, Dissertations- und Habilitationsvorhaben) zu diskutieren und daraus Datenmaterial exemplarisch zu interpretieren. Zum anderen werden Protokolle pädagogischer und sozialer Wirklichkeit aus laufenden Forschungsprojekten ausgewertet.

 

Abgeschlossene Projekte

DFG-Projekt: Die "Mühen des Aufstiegs". Fallrekonstruktionen zur familialen und bildungsbiografischen Dynamik „erwartungswidriger“ Schulkarrieren (Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Wernet, Prof. Dr. Mirja Silkenbeumer, Laufzeit: 2011-2016)

DFG-Projekt: "Erfolg und Versagen in der Schulkarriere. Eine qualitative Längsschnittstudie zur biographischen Verarbeitung schulischer Selektionsereignisse" (Projektleitung: Prof. Dr. Werner Helsper, Prof. Dr. Rolf-Torsten Kramer, Laufzeit: 2005-2010) 

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Ansprechpartner / Sekretariat

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Bahar Oeztamur