Abgeschlossene Projekte

  • 5x5000: Konzeption eines Blended Learning Formats für vorlesungsbegleitende Übungen (RUB Stabstelle E-Learning, Start 04/2015)
  • Pädagogische und technologische Konzepte für kooperatives Lernen in Massive Open Online Courses (MOOCs) (MERCUR, Start 11/2014)
  • Investigating the underlying mechanisms of Productive Failure
  • Promoting learning in online peer assessment settings (GIF German- Israeli Foundation, starting 01/2012)
  • Talk, Tutor, Explore, Learn: Intelligent Tutoring and Exploration for Robust Learning (EU-Project, Start 11/2012), http://www.italk2learn.eu/

Lernen kann als aktiver Prozess der Wissenskonstruktion angesehen werden. Um diesen Prozess zu unterstützen, sollten geeignete Voraussetzungen geschaffen werden. Pädagogisch-psychologische Forschung untersucht diese Voraussetzungen und didaktische Gestaltungsmöglichkeiten. Unsere Forschungsschwerpunkte konzentrieren sich auf:

  • Lernen und Lehren in kooperativen Settings

Kooperatives Lernen bezeichnet die Zusammenarbeit von Lernenden in einer Kleingruppe mit dem Ziel Lernaufgaben zu bewältigen, wobei das Lernen eines jeden und nicht die Problemlösung im Vordergrund steht. Beim kooperativen Lernen haben die Lernenden beispielsweise die Möglichkeit, die Bedeutung von Konzepten zu diskutieren und sich Lösungswege gegenseitig zu erklären. Dadurch können kooperative Lerngelegenheiten den Lernenden helfen, das eigene Wissen aktiv zu elaborieren, Verständnislücken zu erkennen und so ein verbessertes konzeptuelles Verständnis zu erlangen. Allerdings entfalten sich diese positiven Lernwirkungen nicht von allein und nicht unter allen Umständen. Kooperative Lernsituationen bedürfen einer gezielten didaktischen Gestaltung.

  • Computergestütztes Lehren und Lernen

Das Lernen mit dem Computer hat sowohl im Bereich der Schule als auch der Hochschule Einzug genommen. Die Art und Weise wie Computer zum Lernen verwendet werden, gestaltet sich jedoch als sehr unterschiedlich. Ein Computer kann dazu verwendet werden, schnell und einfach an Inhalte heranzukommen. Darüberhinaus ist es aber auch wichtig, Lernenden die Möglichkeit zu geben, Wissen zu konstruieren. Ein Ansatz ist Software nicht zur Darstellung von Inhalten sondern auch als „Mindtools“ zu verwenden. Mindtools haben die Eigenschaft zum Nachdenken und zur aktiven Konstruktion von Informationen anzuregen.

  • Inquiry Learning

Der Instruktionsansatz des Inquiry Learning basiert auf der Annahme, dass zu lernende Inhaltsbereiche besser verstanden werden, wenn Lösungen in authentischen, komplexen Lernumgebungen eigenständig unter Anwendung von Forschungsaktivitäten (z.B. Hypothesen aufstellen, Experimentieren, Daten interpretieren etc.) konstruiert werden. In der Regel wird forschendes Lernen in naturwissenschaftlichen Domänen (Physik, Biologie etc.) eingesetzt; prinzipiell ist der Ansatz aber auch für andere Inhaltsdomänen geeignet.

  • Lernen mit multiplen Repräsentationen

Lernen mit multiplen Repräsentationen bedeutet, dass das Lernmaterial in verschiedenen Formaten (z.B. Text und Graphik) dargestellt ist. Dies birgt Vorteile in der Verarbeitung und fördert flexibles Verständnis der dargestellten Konzepte. Allerdings haben Lernende Schwierigkeiten, die Informationen der verschiedenen Repräsentationen zu koordinieren. Daher sind die verschiedenen Repräsentationen sorgsam auszuwählen und die Zusammenhänge der Repräsentationen zu verdeutlichen, bzw. die aktive Herstellung der Zusammenhänge zu unterstützen.

  • Instruktionale Maßnahmen zur Unterstützung des Lernens in der Mathematik

PISA führt den Begriff der mathematischen „Literacy“ ein, der sowohl die Anwendung mathematischer Standardprozeduren als auch einsichtsvolles mathematisches Denken umfasst. Dementsprechend können zwei Aspekte mathematischen Wissens unterschieden werden: 1) mathematisches Wissen über die Anwendung von Formeln und Prozeduren, 2) Mathematik als ideenentwickelnde Wissenschaft. Beide Aspekte gehören zu den Zielen mathematischen Unterrichts. Da traditioneller Mathematikunterricht insbesondere auf die Vermittlung von Formeln und Prozeduren fokussiert, versuchen neuere Lehransätze durch projektbasiertes Lernen und verstehensorientierte Aufgaben den ideenentwickelnden Aspekt zu fördern.

  • E-Learning

E-Learning an Hochschulen beschränkt sich oft auf Verwendung von Software um Inhalte schnell und einfach bereitzustellen. Wichtig ist neben der schnellen Bereitstellung ist aber auch die Verwendung von E-Learning Software zum Ziel der aktiven Wissenskonstruktion. Ziel der Forschung muss es sein, zu untersuchen wie man E-Learning Software einsetzen kann um Lernende bei aktiver Wissenskonstruktion zu unterstützen.

  • Peer Assessment

An Universitäten ist der Ansatz des sogenannten “Peer Assessment” auf der Überholspur. Dieser Ansatz sieht vor, dass Studierende als Prüfer oder Überprüften (assessee) arbeiten, indem sie Rückmeldung geben und empfangen. Besonders im Bereich des wissenschaftlichen Schreibens wurde Peer Assessment schon mehrfach untersucht. Dabei wurde aber die Rolle des Überprüften (assessee) vernachlässigt. Zukünftige Studien sollten sich tiefgreifender mit der Rolle des Überprüften (assessee) beschäftigen.

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Nesrin Denizer

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